Glossar

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_Abflussregler | Kurzform: NV (Niveauregler)

Abflussregler sind Niveauregelventile, die den Ablauf einer Flüssigkeit aus einem Behälter begrenzen.

Das Ventil schließt durch einen fallenden Schwimmer.

 

_Abscheider | Kurzform: AS

Abscheider trennen Medien unterschiedlicher Aggregatzustände.

 

_Allgemeine Korrosion

Die Passivschicht wird vollständig zerstört, diese Korrosionsart ist abhängig von der Beschaffenheit des Fluids.

Kann durch optimale Auswahl des Materials in Bezug auf das Medium vermieden werden.

 

_Anlüftung

Anlüftung ist eine mechanische Vorrichtung zum manuellen Öffnen von Sicherheitsventilen zur Funktionskontrolle.

 

_Arbeitsdruckbereich

Der Arbeitsdruckbereich bezeichnet den Bereich, innerhalb dessen ein Ventil einsetzbar ist. Er kennzeichnet also den Bereich, in dem die Funktion des Ventils sichergestellt ist.

Beispiel:

Die Angabe Druckbereich 0 – 6 bar bedeutet bei einem Be- und Entlüftungsventil: Die Armatur kann für diesen Systemdruckbereich eingesetzt werden und wird funktionieren.

 

_Auftriebskraft

Die Auftriebskraft eines Schwimmers entspricht der Masse der von ihm verdrängten Flüssigkeit. Die bei Mankenberg angegebenen Auftriebskräfte beziehen sich i. d. R. auf Wasser.

 

_Belüftung

Belüftung beschreibt den Vorgang des kontrollierten Einschleusens von Luft in die Anlage (Rohrleitung) durch einen Entlüfter. Dies soll das Entstehen eines gefährlichen Vakuums in der Anlage verhindern.

 

_Betriebsdruck

Betriebsdruck ist der in der Anlage herrschende Druck.

 

_Betriebskubikmeter | m³/h bei x bar (g)

Der Betriebskubikmeter [m³/h bei x bar (g)] ist eine Volumenmaßeinheit zur Beschreibung eines Gases im Betriebszustand, d.h. bei Betriebsdruck und Betriebstemperatur. Achtung: Bei Verwendung dieser Einheit müssen immer der verwendete Bezugsdruck und die Bezugstemperatur angegeben werden.

 

_Be- und Entlüfter | Kurzform: EB

Die Be- und Entlüfter sind Ventile zur Be- und Entlüftung von Rohrleitungen. Siehe Belüftung und Entlüftung

 

_Be- und Entlüfter für Anfahrbetrieb | Kurzform: EB

Anfahrentlüfter entlüften Anlagen mit geringem Innendruck beim Anfahren oder Befüllen. Der Schwimmer wirkt direkt auf den Kegel. Sie haben einen großen Sitzdurchmesser, um eine schnelle Entlüftung bei weniger als 0,1 bar Druck zu gewährleisten. Während des Betriebs werden sie vom Behälterinnendruck geschlossen gehalten. Bei plötzlich auftretendem Vakuum öffnen sie und gleichen den Druck aus. Dadurch werden Unterdruckschäden vermieden.

 

_Be- und Entlüfter für Dauerbetrieb | Kurzform: EB

Die Dauerentlüfter werden verwendet, um im Betrieb anfallende Luft auszuschleusen. Sie haben eine Hebelübersetzung, so dass sie auch bei hohen Drücken arbeiten. Soll Lufteintritt vermieden werden, wird der Ausgang mit einem Rückschlagventil versehen. Es sind dann reine Entlüftungsventile ohne Belüftungsfunktion.

 

_Bezeichnungszeile

Die Bezeichnungszeile beinhaltet Angaben zu Ventiltyp, Anschlussgröße, Nenndruckstufe am Eintritt, Ausführung, Kvs-Wert, Elastomer-Schlüssel, Regelbereich, Kegeldichtung sowie Werkstoffausführung.

 

_Differenzdruck | Δp

Der Differenzdruck definiert den Druckunterschied zwischen Vor- und Hinterdruck. Sind Druckbereiche angegeben, so ist für die Auslegung (Berechnung des Kv-Wertes) von Armaturen die kleinste Druckdifferenz maßgeblich.

 

_Differenzdruckregler | Kurzform: DV

Die Differenzdruckregler sind je nach Aufgabenstellung Druckminder- oder Überströmventile, deren Referenzdruck nicht die Atmosphäre ist, sondern der Systemdruck in einem anderen Teil der Anlage.

 

_Doppelsitz

Der Doppelsitz ist eine Variante, um den KV-Wert einer Armatur zu erhöhen, indem man statt eines Sitzes zwei parallele Sitze einbaut. Die Regelung erfolgt bei Mankenberg über zwei fest miteinander verbundene Kegel.

 

_Druckbereich

Der Druckbereich bezeichnet den Bereich, innerhalb dessen ein Ventil einsetzbar ist. Er kennzeichnet also den Bereich, in dem die Funktion des Ventils sichergestellt ist.

Beispiel:

Die Angabe Druckbereich 0 – 6 bar bedeutet bei einem Be- und Entlüftungsventil: Die Armatur kann für diesen Systemdruckbereich eingesetzt werden und wird funktionieren.

 

_Druckentlastungsventil | Kurzform: SR

Druckentlastungsventile dienen dem Schutz von Rohrleitungen gegen gefährliche dynamische Druckänderungen (Druckstöße).

 

_Druckgefälle | Δp

Das Druckgefälle oder auch Differenzdruck definiert den Druckunterschied zwischen Vor- und Hinterdruck. Sind Druckbereiche angegeben, so ist für die Auslegung (Berechnung des Kv-Wertes) von Armaturen die kleinste Druckdifferenz maßgeblich.

 

_Druckhalteventil

Das Druckhalteventil (Überströmventil oder Vordruckregler) begrenzt den Druck vor dem Ventil auf den eingestellten (aber veränderbaren) Sollwert. Das Überströmventil gibt immer nur so viel Medium ab, dass der Sollwert erreicht wird.

 

_Druckminderer | Kurzform: DM

Druckminderer reduzieren einen hohen, schwankenden Vordruck auf einen niedrigeren, stabilen Hinterdruck. Sie sind in drucklosem Zustand geöffnet und schließen bei steigendem Hinterdruck.

 

_Druckregelventil

Druckregelventil ist der Oberbegriff für alle möglichen Formen von druckregelnden Armaturen.

 

_Druckregler

Siehe Druckregelventil

 

_Einbau

Beim Einbau sollten Druckregler grundsätzlich in horizontale Leitungen eingebaut werden, bei Gasen ist auch die vertikale Leitung möglich. Liegender Einbau in vertikale Leitungen kann Regelungenauigkeiten und erhöhten Verschleiß verursachen.

Medium Gase:

Einbau mit Federhaube nach oben oder unten und auch in vertikale Leitungen möglich

Medium Flüssigkeiten:

Einbau mit der Federhaube nach unten. So werden Gaspolster vermieden, die zum Schwingen des Ventils führen können.

Medium Dampf:

Einbau mit der Federhaube nach unten, um die Membran durch eine Kondensatabdeckung vor Überhitzung zu schützen. Ein Dampftrockner (Flüssigkeitsabscheider) sollte vorgeschaltet werden.

 

_Einstellbereich

Der Einstellbereich bezeichnet den Bereich, innerhalb dessen ein Ventil einstellbar ist.

Beispiel:

Die Angabe Druckbereich 4 – 6 bar bedeutet bei einem

» Druckminderventil: Der Hinterdruck kann zwischen 4 und 6 bar eingestellt werden

» Überströmventil: Der Vordruck kann zwischen 4 und 6 bar eingestellt werden

 

_Entlastetes Ventil

Bei einem entlasteten Ventil werden die auf dem Kegel lastenden Kräfte durch Vor- oder Hinterdruck über eine gleich große Entlastungsfläche kompensiert. Das Ventil hat ein wesentlich besseres Regelverhalten.

 

_Entlüftung

Die Entlüftung beschreibt den Vorgang des kontrollierten Ausschleusens von Gas aus der Anlage (Rohrleitung) durch einen Entlüfter. Dadurch sollen die Anlageneffizienz und die Sicherheit gesteigert werden.

 

_Gasfederhaube

Die Gasfederhaube stellt einen alternativen Sollwertgeber für druckregelnde Armaturen dar. Anders als feder- und gewichtsbeaufschlagte Ventile eignen sich Regler mit Gasfederhaube sehr gut zum Anschluss an ein bestehendes PLS (Prozessleitsystem). Deshalb werden sie in der Regel eingesetzt, wenn eine häufige Änderung des Einstellwertes nötig ist (z. B. Batchprozesse in der Lebensmittelindustrie).

 

_Hebelübersetzung

Die Hebelübersetzung ist das Verhältnis der Längen des Schwimmerhebels zum Hebel des Ventilkegels an/ in einer schwimmergesteuerten Armatur.

 

_Hinterdruck | p2

Hinterdruck ist die Bezeichnung für den Druck, der hinter dem Ventil herrscht.

 

_Hochpunkt

Der Hochpunkt ist ein lokal höhster oder der absolut höchste Punkt einer Rohrleitung. Diesen Punkten kommt bei der Rohrleitungsplanung besondere Bedeutung zu, da sie sowohl die idealen Entlüftungspunkte als auch Ausgangsstellen für Vakuumschläge sein können.

 

_Interkristalline Korrosion

Verbreitet sich von den Korngrenzen aus in hitzesensibilisierten Bereichen, Chromverarmung tritt auf und setzt die passivierende Wirkungen außer Kraft.

Kann durch die Auswahl von Stahlqualitäten mit niedrigem   Kohlenstoffgehalt vermieden werden

 

_I/P-Umformer

Der I/P-Umformer wandelt ein elektrisches Eingangssignal in ein pneumatisches Ausgangssignal um und sendet abhängig vom Druckgasniveau (Steuerluftdruck) ein pneumatisches Signal, um so verschiedene Regelbereiche abbilden zu können.

 

_Kombinierte Be- und Entlüfter | Kurzform: EB

Kombinierte Be- und Entlüfter sind Ventile mit zwei Funktionen, einem Anfahrentlüfter und einem Betriebsentlüfter. Je nach Hersteller sind diese einfach nur in einem Gehäuse untergebrachte Einzelgeräte oder optimierte Lösungen.

 

_Kombinierte Be- und Entlüfter mit Vakuumventil | Kurzform: EB mit VV

Kombinierte Be- und Entlüfter mit Vakuumventil sind Betriebsentlüfter mit einem integrierten druckgesteuerten Vakuumbrecher. Sie werden in vakuumgefährdeten Rohrleitungen eingesetzt. Die kleine Entlüftungsleistung der Betriebsentlüftung reduziert dabei das Risiko von Druckstößen.

 

_Kondensatableiter | Kurzform: KA

Der Kondensatableiter leitet Flüssigkeiten aus Gas- und Dampfsystemen ab.

 

_Korrosion durch Verunreinigung

Entsteht durch eisenhaltige Ablagerungen und verursacht eine Verunreinigung

 

_Kv-Wert (Anwendung) | Kv

Der Kv-Wert [m³/h] ist ein Maß für den erzielbaren Durchsatz einer Flüssigkeit oder eines Gases durch ein Ventil und dient zur Auswahl und Dimensionierung von Ventilen. Er wird aus den Betriebsbedingungen der Anwendung berechnet.

 

_Kv-Wert (Ventil) | Kv

Der Durchflusskoeffizient Kv [m³/h] ist der spezifische Volumendurchfluss eines Ventils bei einem festgelegten Hub. Bedingungen: Druckverlust über das Ventil 1 bar, Medium Wasser 5 - 40 °C

 

_Kvs-Wert | Kvs

Aus den gegebenen Betriebsbedingungen einer Anwendung wird der notwendige Kv-Wert berechnet. Dieser wird mit einem 30 % Aufschlag versehen, um sicherzugehen, dass der ausgewählte Regler immer im optimalen Leistungsbereich arbeitet. Der so gewonnene Kvs-Wert sollte kleiner sein als der Kv-Wert des eingesetzten Ventils.

 

_Leckleitung

Die am Ventil angebaute Leckleitung dient bei toxischen oder gefährlichen Medien zum gefahrlosen Abführen des Mediums.

 

_Lochfraßkorrosion

Lochfraß ist eine spezielle Korrosionsart in Medien, die Chloridionen enthalten. Wird die schützende Passivschicht des Edelstahls durch kleinere Verletzungen durchbrochen, kommt es zu einem lokalen Korrosionsangriff. Es bilden sich Grübchen oder Löcher, die häufig nur nadelstichartig klein sind. Bei anhaltender Belastung vergrößern sich diese jedoch.

 

_Mengenregler | Kurzform: MR

Mengenregler sind selbsttätige Regelventile, die den Volumenstrom regeln, indem sie den Differenzdruck über einer Blende konstant halten.

 

_NACE

National Association of Corrosion Engineers ist eine US-amerikanische Vereinigung von Ingenieuren und anderen Spezialisten, um Lösungen für durch Korrosion verursachte Probleme zu finden.

 

_Nenndruck

Nenndruck ist der Auslegungsdruck der Anlage bzw. Komponente.

 

_Normkubikmeter | Nm³/h

Der Normkubikmeter [Nm³/h] ist eine Volumenmaßeinheit zur Beschreibung einer Gasmenge. Sie gibt das Volumen eines Gases im Normzustand von 1 bar (abs.) bei 20 °C an.

 

_Ozonbeständige Ausführung

Ausführung einer Armatur für den Einsatz in ozonhaltiger Umgebung (durch Einsatz spezieller Materialien).

 

_Panzerung

Bei Druckregelarmaturen für Flüssigkeiten und einem Druckgefälle von etwa > 25 bar wird empfohlen, den Kegel mit Hartmetall gepanzert auszuführen. Hiermit wird vorzeitigem Verschleiß durch Kavitation vorgebeugt.

 

_Pendelleitung

Die Pendelleitung ist eine Ausgleichsleitung bei Kondensatableitern für das Kaltkondensat. Sie ermöglicht es, das im Kondensatableiter eingeschlossene Gas entweichen zu lassen und so für das Kondensat Platz zu schaffen.

 

_PREN (Wirksumme)

Der PREN-Index ist ein Maß für die Korrosionsbeständigkeit von Edelstahllegierungen.

PREN = 1 x %Cr + 3,3 x %Mo + 16 x %N

 

_Reduktionsverhältnis

Das Reduktionsverhältnis ist der Quotient aus Vor- und Hinterdruck. Jedes Druckminderventil besitzt konstruktionsbedingt ein maximales Reduktionsverhältnis.

Beispiel:

Reduktionsverhältnis 20 : 1 (Die Angabe im Datenblatt des Reglers ist 20)

Beispiel:

Für den Hinterdruck-Sollwert 1,2 bar ist der höchstzulässige pv = 20 x 1,2 bar = 24 bar

 

_Regelabweichung

Die Regelabweichung gibt die Größe der Schwankungen an. Im Bereich von 10 % bis 70 % des möglichen Durchsatzes sollten die Druckschwankung und der Einstellwert (psoll) um nicht mehr als ±10 % variieren.

 

_Regelventile Pilotgesteuert | Kurzform: RP

Pilotgesteuerte Regelventile sind i. d. R. größere Ventile mit hohem Volumenstrom, die durch ein kleineres Pilotventil gesteuert werden. Dieser Pilot legt auch die Funktion und das Reduktionsverhältnis der Ventileinheit fest.

 

_Rohrleitungserweiterung

Häufig ist eine Armatur bezüglich des KV(S)-Wertes für einen Anwendungsfall ausreichend dimensioniert, jedoch bezüglich der Nennweite und der daraus resultierenden Strömungsgeschwindigkeiten zu klein. Zu hohe Strömungsgeschwindigkeiten führen zu Lärm, Druckanstieg und Verschleiß. In einem solchen Fall kann mit Hilfe einer Rohrleitungserweiterung die Strömungsgeschwindigkeit auf ein zulässiges Maß reduziert werden.

 

_Sauergasrichtlinie

Die Sauergasrichtlinie ist eine Richtlinie zur Auswahl von Materialien für den Einsatz in H2S-haltiger Atmosphäre.

 

_Schwimmergewicht

Das Schwimmergewicht ist das Massegewicht des Schwimmers. Dieses wird zum Öffnen oder Schließen von schwimmergesteuerten Ventilen benötigt. Das Gewicht der Schwimmer kann durch Befüllen mit Sand erhöht und so an die Betriebsbedingungen angepasst werden.

 

_Schwimmerventil | Kurzform: NV (Niveauregler)

Das Schwimmerventil, auch Niveauregler genannt, ist ein schwimmergesteuertes Ventil.

 

_Seewasserbeständige Materialien

Als seewasserbeständige Materialien gelten alle Stähle mit einem PREN-Index > 33.

 

_Selbsttätige Regelarmatur

Das Ventil arbeitet autark. Man braucht keine zusätzliche Energiezufuhr (keine Stromleitungen, keine Druckluftleitungen u. a.).

 

_Sicherheitsventil | Kurzform: SV

Sicherheitsventile sichern Anlagen- oder Anlagenteile gegen unzulässig hohe Überdrücke ab, indem sie durch schnelles Ansprechen bei einem eingestellten Vordruck das Medium aus dem System ableiten.

 

_Silikonfreie Ausführung

Ausführung einer Armatur ohne den Einsatz von silikonhaltigen Dicht- und Schmierstoffen.

 

_Sitzdichtheit

Siehe Sitzleckage

 

_Sitzleckage

Die zulässige Sitzleckage gibt an, wie viel Wasser durch ein geschlossenes Ventil während der Endprüfung auf dem Prüfstand fließen darf. Da Regelventile immer durch ein feines Kräftegleichgewicht gesteuert werden, ist eine geringe Leckage zulässig. Die entsprechenden Mengen und Prüfverfahren sind international genormt.

 

_Sollwert

Der Sollwert ist der am Regler eingestellte zu regelnde Wert.

 

_Spaltkorrosion

Spaltkorrosion findet sich in bereits vorhandenen Spalten oder Aussparungen, die oft konstruktiv bedingt sind. Die Passivschicht des Edelstahls kann sich gar nicht erst bilden und aggressive Medien wie Salzwasser beschleunigen den Korrosionsvorgang. Fehlt dann noch der für die Bildung der Passivschicht notwendige Sauerstoff, kann es zu schwerwiegender Spaltkorrosion kommen.

 

_Spannungsrisskorrosion

Entsteht in chloridhaltiger Umgebung, wenn die Ausrüstung z.B. einer Spannungsbeanspruchung ausgesetzt ist. Kann durch die Auswahl eines geeigneten Edelstahls vermieden werden. Trans- oder interkristalliner Rissverlauf an sensibilisierten Gefügen.

 

_Standardkubikmeter | Sm³/h

Der Standardkubikmeter oder auch Normkubikmeter [Nm³/h] ist eine Volumenmaßeinheit zur Beschreibung einer Gasmenge. Sie gibt das Volumen eines Gases im Normzustand von 1 bar (abs.) bei 20 °C an.

 

_Stellverhältnis

Das Stellverhältnis ist das Verhältnis zwischen maximal und minimal zu regelndem Volumenstrom eines Regelventils. In der Regel ist das Stellverhältnis etwa 10 : 1, kann aber gerade bei kleinen Armaturen auch deutlich größer sein.

 

_Steuerleitung

Die Steuerleitung nimmt den zu regelnden Vor- bzw. Hinterdruck aus der Rohrleitung auf (an einer Stelle mit geringerer Turbulenz) und führt ihn zum Steuerorgan. Somit trägt die Verwendung von externen Steuerleitungen zu einem stabileren Verhalten des Reglers bei. Nicht alle Druckregelventile benötigen eine Steuerleitung. Die Steuerleitung kann auch genutzt werden, um Drücke an ventilfernen Stellen einzustellen.

 

_Steuerorgan

Über das Steuerorgan wird der zu regelnde Druck auf die Mechanik des Druckregelventils übertragen. Der auf die Steuerfläche wirkende Druck schließt (Druckminderventil) oder öffnet (Überströmventil) das Ventil gegen die Federkraft.

Man unterscheidet zwischen drei Bauformen:

» Membran

» Kolben mit O-Ring und anderen Dichtringen

» Faltenbalg

 

_Strömungsgeschwindigkeit | v

Die Strömungsgeschwindigkeit [v], auch Fließgeschwindigkeit, ist die Geschwindigkeit in einer Strömung, einer gerichteten Bewegung von Teilchen oder Medien. In Abhängigkeit vom Medium sind bestimmte Strömungsgeschwindigkeiten in Rohrleitungen zulässig. Somit dienen die Strömungsgeschwindigkeit und der daraus resultierende Druckverlust als Basis für die Auslegung der Rohrleitungen.

 

_Temperaturgrenzen

Temperaturgrenzen geben die minimale und maximale Einsatztemperatur einer Armatur an. Diese ergeben sich in der Regel auf Grund der eingesetzten Elastomere und des der Berechnung zu Grunde gelegten Mediums.

 

_Überströmventil | Kurzform: UV

Das Überströmventil (Vordruckregler) begrenzt den Druck vor dem Ventil auf den eingestellten (aber veränderbaren) Sollwert. Das Überströmventil gibt immer nur so viel Medium ab, dass der Sollwert erreicht wird.

 

_Vakuumbrecher | Kurzform: VV

Der Vakuumbrecher dient dem Absichern von Prozessen gegen unzulässig hohe Unterdrücke. Vakuumbrecher werden auf einen Differenzdruck zur Atmosphäre eingestellt, öffnen bei Erreichen dieses Wertes und lassen Luft in das System einströmen.

 

_Vakuumregler | Kurzform: VV

Der Vakuumregler regelt den Unterdruck in Rohrleitungen, Behältern und ähnlichen Anlagen vor und hinter dem Ventil.

 

_Ventilabschluss

Die zulässige Sitzleckage gibt an, wie viel Wasser durch ein geschlossenes Ventil während der Endprüfung auf dem Prüfstand fließen darf. Da Regelventile immer durch ein feines Kräftegleichgewicht gesteuert werden, ist eine geringe Leckage zulässig. Die entsprechenden Mengen und Prüfverfahren sind international genormt.

 

_Ventilkegel

Der Ventilkegel ist ein bewegliches Bauteil im Ventil, das auf den Ventilsitz aufsetzt. Durch den Hub des Kegels wird das Ventil geöffnet, gedrosselt oder verschlossen.

 

_Ventilsitz

Der Ventilsitz ist die Einfassung einer definierten Durchströmöffnung im Ventil, durch die das zu regulierende Medium strömen muss.

 

_Vordruck | p1

Vordruck ist die Bezeichnung für den Druck, der vor dem Ventil herrscht.

 

_Wasservorlage

Die Wasservorlage dient dem Schutz der Membran in Dampfregelventilen vor Überhitzung. Die Wasservorlage muss vor der Inbetriebnahme durch Einfüllen von Wasser hergestellt werden. Während des Betriebs erhält sich die Wasservorlage durch Kühlung des Dampfes an der Ventilwand selbst.

 

_Wirksumme

Wirksumme (PREN) von Edelstählen= %Cr + 3,3*%Mo + 16*%N, je höher die Wirksumme, desto beständiger gegen Spalt- und Lochfraßkorrosion. Legierungen mit einer Wirksumme > 33 gelten als seewasserbeständig, Hastelloy® C-4 und Titan gelten als hochbeständig gegenüber Seewasser. Mit wachsendem Salzgehalt und / oder steigender Temperatur wird eine höhere Wirksumme benötigt.

 

_Zuflussregler | Kurzform: NV (Niveauregler)

Zuflussregler sind Niveauregelventile, die den Zulauf einer Flüssigkeit in einen Behälter begrenzen. Das Ventil schließt mit steigendem Schwimmer.

 

_Zwischenstück

Das Zwischenstück ist eine Verlängerung des Ventilgehäuses für Dampfanwendungen. Das Zwischenstück schafft den benötigten Raum für eine Wasservorlage, die die Membran vor den hohen Temperaturen des Dampfes schützt.

 

Weiterführende Informationen

Mankenberg Order Service

Neu - Handbuch

 
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